BALL IS LIFE – oder doch nicht

Basketball in Deutschland ist einfach alles fuer mich! Deshalb war habe ich mich auch unendlich gefreut, eine Chance zu bekommen, hier in den USA in einer High School Basketballmannschaft zu spielen.

Fuer die Maedchen und Jungs gibt es jeweils zwei Teams: JV und Varsity. Varsity sind die Aelteren und manchmal werden auch sehr sehr gute juengere Spieler in die Mannschaft aufgenommen.

Im September sind die Opengyms angefangen. Jeder, der in Betracht gezogen hatte, in der naechsten Saison Basketball zu spielen, hat dort die Moeglickeit, schon einmal zu sehen, wie sich das Training so gestaltet und man kann die Zeit nutzen, um wieder in Form zu kommen. Dies ist jedoch altersgemischtes Training. Opengyms waren 2 oder dreimal in der Woche und ich fand es richtig hart, aber ich habe mich auch schnell dran gewoehnt und gemerkt, wie schnell man durch hartes Training besser wird. Zusaetzlich zu den Opengyms, was auch Geld gekostet hat, ausserhalb der Schule und daher nicht verpflichtend war, haben wir Cross Fit gemacht. Kraft-, Ausdauer- und Koordinationstraining waren hier immer auf dem Plan und man fuehlt sich nach der Einheit wortwoertlich einfach tot. Fuer mich war das Training an sich der komplette Horror, da ich einfach schlecht war! Es hat dennoch Spass gemacht, da ich auch hier bemerkt habe, wie ich besser geworden bin und gesehen habe, dass es sich lohnt. Cross Fit und Training war manchmal auch an dem gleichen Tag, also nacheinander. Ansonsten hiess es aber trotzdem 2 mal die Woche Cross Fit und an den anderen Tagen Training in der Halle.

Am 9.11.15 war es dann ber auch schon so weit: TRY OUTS.

Zwei Tage nacheinander mussten sich alle total anstrengen, denn danach sollte sich entscheiden, wer es ins Team schaft und wer es im naechsten Jahr noch einmal probieren sollte. Ich war total aufgeregt und hatte kein gutes Gefuehl, da and diesen beiden Tagen Maedchen kamen, die richtig gut gespielt haben und ich vorher noch nie etwas on ihnen gehoert hatte. Im Endeffekt habe ich es dann aber doch ins Team geschafft und habe mich riesig gefreut.

Dann ging es aber auch schon mit dem offiziellen Traning los, welches jeden Tag nach der Schule, inklusive an jedem Samstagmorgen stattfindet. Zuhause war ich fast gar nicht mehr und ich wusste auch schon nicht mehr, wie es sich anfuehlt, keinen Muskelkater zu haben! Nichtsdestotrotz hat es einfach so viel Spass gemacht! Ich liebe meine Mannschaft, die Maedchen und meine Coaches, einfach so unbeschreiblich doll! Alle sind total hilfsbereit und respektieren, wenn die tollpatschige Deutsche einen Fehler macht und muntern einen auf.

Bald darauf hatten wir auch schon unsere ersten Scrimmages, was man mit Freundschaftsspielen vergleichen kann. Dies gibt den Coaches einen guten Eindruck davon, welche Spieler gut auf dem Spielfeld harmonieren. Ich habe in diesen Spielen sehr viel gespielt und auch, wenn ich wirklich nicht gut war, hat es total Spass gemacht und meine Lust auf die eigentiche Saison wurde immer groesser!

Und dann war es auch schon so weit, unser erstes Spiel! Und ich durfte spiele! In meinen vielleicht 8 Minuten, die ich gespielt habe, konnte ich sogar zwei Punkte erzielen!!

Nur dann, den naechsten Samstag im Training, am 12. Dezember, sollte einfach alles anders kommen. Ich bin zum Rebound gesprungen und bin auf dem Fuss meiner Mitspielerin gelandet und umgeknickt. Ein Krankenwagen musste kommen und unter Narkose musste mein Fuss wieder eingerrenkt werden, da ich mir mein Fussgelenk ausgekugelt hatte. An diesem Tag hatte ich die Schmerzen meines Lebens und dies war nicht einmal das Wichtigste fuer mich. Ich wusste, dass Basketball fuer mich nun erst einmal aus war. Der Arzt im Krankenhaus meinte, ich koenne mindestens 3 Monate nicht mehr spielen, dies involviert die komplette Saison.

Ich habe im Krankenhaus dann ersteinmal eine Schiene und darueber einen Verband bekommen. Eine Woche spaeter bekam ich dann einen richtigen Gips, den ich einen Monat getragen habe. Mittlerweile steckt mein Fuss in einem “Boot” und letzten Freitag durfte ich dann auch endlich versuchen, wieder ein bisschen zu laufen. In der Schule war ich somit auf einen Rollstohl angewiesen und ausserhalb der Schule sind Kruecken zu meinen besten Freunden geworden. Trotzdem erscheine ich jeden Tag zum Traning und versuche mich, soweit es geht, auch wenn es manchmal nur durchs Anfeuern geht, zu intergrieren. Nun kann ja aber schon wieder ein bisschen das Werfen versuchen und vielleicht werde ich in der Lage sein, ganz am Ende der Saison im Maerz wieder ein bisschen mitzutrainieren.

Von meiner Mannschaft und meinen Coaches habe ich total viel Untrstuetzung bekommen. Freunde haben mich besucht und mein Coach hat mich persoenlich abgeholt, um mich wieder in die Halle zu bekommen!

Auch, wenn ich immer noch ziemlich traurig darueber bin, meine Erfahrung hier in Sachen Basketball nicht voll ausleben zu koennen, kann ich froh sein, mich trotzdem noch als einen Teil der Mannschaft zu sehen. Denn meine Teamkameraden empfangen mich jeden Tag auf’s neue mit einem breitem Laecheln und einem “Hey, NaeNae!!!

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