High School Life

Schule hier in den Vereinigten Saaten ist um einiges anders als in meinem Heimatland! Nicht nur das Schulleben rund um Faecher, Hausaufgaben und Lehrer, auch das soziale Umfeld ist einfach komplett verschieden.

Unsere Woche ist A und B Days aufgeteilt. Dies bedeutet, dass meine Faecher jeden zweiten Tag die gleichen sind und man so nur zwei unterschiedliche Tage hat. Im Vergleich zu Deutschland ist das sehr viel einfacher, da wir in Deutschland unsere Faecher ja einfach wild durcheinander anordnen.

Mein A Day sieht demzufolge so aus:

  1. Study Hall/Senior Sleep in
  2. English 12
  3. Lunch
  4. Nutrition and Wellness
  5. Latin

 

Und mein B Day:

  1. Algebra Functions
  2. Anatomy
  3. Government
  4. Lunch
  5. Mixed Chorus

Generell finde ich dieses System besser, da man sich besser auf wenige Faecher konzentrieren kann und man den Stoff jeden zweiten Tag hat. Dies kommt sehr nah an das deutsche Oberstufensystem ran, ist aber trotzem einfach anders, da alles eigentlich gleich bewertet wird. Es sei denn, man hat AP Klassen (Advanced Placement). Diese nehmen viele der aelteren Schueler, da es sich gut bei einer College Bewerbung macht. Diese Faecher sind auf hoeherem Niveau und man kann am Ende des Jahres einen Test belegen. Noten gibt es dort nicht wirklich, aber es wird von 1-5 bewertet. Ab 3 oder hoeher, erkennen Colleges dies als Bonus an. Es macht einen also in seiner Bewerbung generell “attracktiver”. Da ich jedoch nicht plane, in Amerika auf ein College zu gehen, sind diese extra Punkte fuer mich irrelevant. Daher belege ich groesstenteils nur sehr einfache Klassen.

Dies gefaellt mir gut an diesem Schulsystem. Ich mag, dass man selbst entscheiden kann, wofuer man sich interessiert und wofuer nicht und kann daher seine Kurse selber waehlen, so wie wir es in der Oberstufe tun. Andererseits habe ich manchmal das Gefuehl, dass es in Deutschland besser ist, dass jeder alles ausprobieren muss. Dies mag zwar sehr viel anstrengender sein, aber es gibt den Schuelern mehr Eindruecke und man kann sich besser von Faechern differenzieren, die man nicht mag, da man sich auf jeden Fall schon einemal mit allem durchgesetzt hat.

Was ich sehr interessant hier finde, ist der Umgang mit den Lehrern. Klar ist es trotzdem so wie in unseren Schulen: Jeder Lehrer ist anders!! Generell edoch habe ich das Gefuehl, dass alles sehr viel persoenlicher ist und man eine bessere Beziehung mit seinem Lehrer hat. Man behandelt sie wie Freunde. Dies hat gaube ich aber auch viel damit zu tun, dass die englische Sprache keine Unterschiede in den Personalpronomen hat. JEDER wird mit “You” (Du) angesprochen, hier gibt es kein “Sie”.

Dadurch, dass man Kurse hat, kann man ausserdem ein viel einfacheres Freundschaftsleben haben. Die Kurse sind oftenteils gemischt, was bedeutet, dass es sein kann, dass ein 9. Klaessler mit 12. Klaesslern zusammen in einer Klasse sitzt. In Sachen Integration usw. finde ich das total gut! Ich persoenlich habe so auch die Moeglichkeit, ganz viele verschiedene Leute aus unterschiedlichen Jahrgaengen kennenzulernen!

Und dann natuerlich Clubs und Sports:

Diese beiden Dinge sind meiner Meinung nach einfach das beste am High School Leben. Man kann mit seinen Freunden Spass in Clubs haben, die teilweise auch am Wochenende etwas zusammen unternehmen. Ich bin mit meinen Freundinnen in einem Club, der “Two Hearts Foundation” heisst. Dieser ist allein fuer Maedchen und spezialisiert sich auf Integration von juengeren Schuelerinnen, aber auch soziale Aktionen mit Senioren oder Militaersleuten! Letzte Woche zum Beispiel haben wir die Aktion “Cellphones For Soldiers” gestartet. Zusammen haben wir Plakate gebastelt und Boxen gestaltet, um die Schueler unserer Schule dazu aufzufordern, ihre alten Handys zu spenden. Diese werden eingeschickt und recycelt. Dadurch entstehen Prepaidkarten, die an die Soldaten geschickt werden. Diese koennen dann zuhause ihre Familie erreichen, auch wenn sie am anderen Ende der Welt sind. Ein wichtiger Teil dieses Clubs ist ausserdem, dass es Mentors und Mentees gibt. Ich bin ein Mentor, da ich zu den aelteren gehoere. Ein Maedchen aus der 10. Klasse namens Caitlin ist mein Mentee und wir sind quasi ein Team. Wir treffen uns ausserhalb der Schule und haben Spass zusammen. Das Ziel ist, dass der Mentee sich besser in der High School integriert fuehlt und “keine Angst” vor den Aelteren hat.

Fast jeder Schueler ist in einen Sport integriert, was es einfach macht, mit seinen Freunden im Kontakt zu bleiben. In Deutschland habe ich persoenlich das Problem, dass Basketball und Schule mir in die Quere kommen. Da hier Sport aber in der Schule absolviert wird, ist alles besser koordiniert und funktioniert einwandfrei. Ausserdem hat man die Moeglichkeit, in einer Rec oder Travel Mannschaft zu spielen. Dies ist ausserhalb der Schule und man muss bezahlen. Fuer diejenigen, die aber in der Off Season nicht faul sein wollen, ist das genau da Richtige!

 

Ich hoffe mit diesem Beitrag konnte ich euch einmal einen kleinen Einblick geben, wie das Leben eines High School Schuelers so aussieht.

Bis dann!

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